Das BurnIn Syndrom
Das BurnInn Syndrom ist eine noch relativ selten vorkommende daher in der Öffentlichkeit bisher weitgehend unbekannte psychosomatische Auffälligkeit von humanmedizinischer Relevanz, die meistens mit dem Berufs- , Arbeits- und Erwerbsleben in Zusammenhang steht. Die Einordnung des BurnInn Syndroms als Krankheit ist in der Fachwelt stark umstritten. Übersteigertes Wohlbefinden, sich grenzenlos anfühlende Energie, nicht zu bremsender Tatendrang, überquellende Kommunikationsfreudigkeit und permanente Hochstimmung sind von der Schulmedizin bisher nicht als Krankheitsbilder definiert wurden, weichen aber dennoch deutlich vom durchschnittlichen Aktivitäts- und Stimmungspegel des typischen also normalen erwachsenen Menschen in der westlichen Industrie- und Konsumgesellschaft ab.
Als Hauptursachen werden das völlige Fehlen von psychischem Leistungsdruck, unkomplizierte Entbürokratisierungen, das Ausbleiben von negativen Stress- oder plötzlichen Terminhektiksituationen bei gleichzeitiger freier Zeiteinteilung, eigenverantwortliche Entscheidungskompetenzen sowie die Beschäftigung ausschließlich als sinnvoll und befriedigend wahrgenommen Tätigkeiten vermutet. Auch unerwartetes ehrliches Lob von Vorgesetzten, begeisterte Danksagungen von Kunden und weitreichende Komplimente von Geschäftspartnern sollen den Untersuchungen nach BurnInn Syndrom – verstärkend wirken. Ebenso und in exorbitanter Weise wirken sich großzügige Gehalterhöhungen aus, insbesondere solche die ohne Forderungen, Verhandlungen, Streik- und Kündigungsdrohungen scheinbar grundlos und unangekündigt gewährt und auch sofort ausgezahlt werden. In diesem Zusammenhang wird allerdings auch von einem relativ schnellen verpuffen speziell dieses BurnInn – Effektes und der Rückkehr einer gesunden Grundunzufriedenheit in diesem Bereich berichtet. Ab einem gewissen Einkommensniveau allerdings kann es bei Vorliegen der erstgenannten Faktoren aber trotzdem zu den BurnInn – typischen Dauereuphorien am Arbeitsplatz kommen, die die Betroffenpersönlichkeiten verändern und zur Entfremdung gegenüber Frust, Stumpfsinn und Stress führen.
Um ein Abgleiten in den Bereich einer ernsthaften psychischen Erkrankung zu vermeiden, die derzeit kaum behandelt werden kann und unser unterfinanziertes Gesundheitssystem in neue Verlegenheiten brächte, wird empfohlen die BurnInn – auffälligen Mitarbeiter mit unklaren und unlösbaren Aufgabenstellungen hemmungslos zu überladen und durch unsachliche Negativeinschätzungen gezielt zu verunsichern. Insbesondere dienstliche Vorgesetzte sollten beim Beobachten der oben genannten Symptome die Initiative ergreifen : Vermeiden Sie Anerkennung, kürzen Sie unbegründet Gehaltszahlungen, ignorieren Sie konstruktive Vorschläge, suchen Sie auf keinen Fall das Gespräch, streichen Sie bereits gewährten Urlaub, erhöhen Sie (notfalls künstlich) signifikant den Leistungsdruck und die Normalität hält bald wieder Einzug.