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Über-Texte ( Easy Essays )

Über Einnahmen und Ausnahmen

Es gibt ja viele Menschen die Einnahmen und Ausgaben                                                                            Und dann gibt es auch solche die haben Einnahmen und Ausnahmen…                                                   ..also wo die Einnahmen die Ausnahmen sind und Ausgaben haben sie trotzdem

Und dann gibt es welche die haben auch Einkünfte                                                                              Geben über die Einkünfte aber keine Auskünfte ……                                                                       ……weil das für diese Einkünfte sonst künftig das Aus wäre

Und es gibt  sogar welche die haben durch diese Einnahmen und Einkünfte sowas wie Einkommen …. …………womit sie …na klar….nicht auskommen                                                                                            Weil Einkommen ist zu wenig wenn Zwei kommen                                                                                      zum Essen zum Beispiel….und wenn dann Drei kommen zum essen und trinken…                                   .ist mit dem Auskommen durch das Einkommen ganz schnell ganz aus

Es sei denn da sind noch irgendwo Einkünfte über die man keine Auskünfte gibt…                                .oder noch viel besser…… richtige Einnahmen die nicht nur die Ausnahmen sind

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Dosenmontag in der Domstadt

„Gott ist Düsseldorfer“ behauptete der Organisationschef des dortigen Rosenmontags noch im unmittelbaren Vorfeld des Zuges. Das dem so ist, darf bezweifelt werden. Was soll sich Gott denn dabei gedacht haben, den „Zoch“ wegen eines dann nicht eintretenden Unwetters nur Stunden vor Beginn ausfallen zu lassen und gleichzeitig ausgerechnet im benachbarten Köln stattfinden zu lassen. „Das hat nicht nur mit dem Wetter zu tun“ meinte jedenfalls am Rosenmontagmorgen ein Düsseldorfer Busfahrer mit Blick auf rheinaufwärts tätige Polizeikräfte. Dort sollte es wohl keinesfalls zu einem zweiten Silvester kommen. Ich enthielt mich eines Urteils und, reiste – da ich schonmal in der Nähe war – selbst nach Köln weiter, obwohl ich mich ja auf die oft originellen und frechen Wagen der Düsseldorfer z.B. von z.B. Jaques Tilly gefreut hatte.
„Kölsche Mädsche sind gefährlich“ dröhnte es unter anderem aus vielen Ecken und Winkeln Hauptbahnhof und Umgebung lautstark.. Solange die Mädsche selbst gefährlich und nicht ihrerseits in Gefahr sind, ist ja die närrische Welt in Ordnung, musste ich denken. Einige Verkäuferinnen waren als Polizistinnen verkleidet. Ob aus bizarrem Sinn für Humor oder symbolischen Selbstschutz sei mal dahin gestellt. Richtige Polizei war überall in Sichtweite und bedrohlich lungernde größere Männergruppen mit oder ohne Migrationshintergrund zumindest am Hauptbahnhof an diesem Tag nicht in Sicht..
Überall in der Umgebung des Domes kölschte es munter drauf los. Gilden-, Sion-, Reissdorf- , Gaffel- ,Dom-,, Sünner und andere Kölsch….wie Früh –Kölsch z.B. waren schon früh überall zu haben. Die 0,5 Liter Dose des obergärigen Dünnbieres teilweise ab 1 Euro. Überhaupt schien die Dosenpfand bedrängte Bierdose außerhalb der Kneipen eine Art Comeback zu feiern. Vielleicht ja einfach nur weil da mehr drin ist, als in den kölschüblichen 0,2 Liter Minigläschen, die von der Form her ein wenig an Babynahrung erinnern. Sich mit 0,2 Liter Gläschen zu betrinken führt zu reichlich Bestellkommunikation Vielleicht sind ja deshalb die Kölner vergleichsweise kommunikativ, weil sie von alters her gewohnt sind, ständig nachordern zu müssen und sich anders rum die „Köppes“ genannten Bedienungen nicht lange bitten lassen
Mit oder ohne Kölschdose wird vormittags geschunkelt, geschaukelt, gewackelt, vereinzelt sogar getanzt. Und dann kütt dr Zoch, also kommt der Zug. Und dann regnet es auch schon „Kamelle“. Tonnen von Gummibärchen, Keksen, übersüßter Schokolade und Billigpralinen werden auf die Umstehenden geworfen. Offensichtlich eine emotionale Win-Win Situation. Die abwerfenden auf dem Wagen fühlen sich toll, weil sie wie wild mit Süßen um sich werfen dürfen, ohne dass sie das ärmer macht., Kleine und große Kinder freuen sich über wie vom Himmel fallende Süßigkeiten. In der Nachkriegszeit war dies sicher eine besonders große Nummer.
Je einfallsloser der Motivwagen umso großzügiger schien der Kamelleabwurf zu sein. Tatsächlich sehen sich die Wagen von etwa „Rote Funken“ und „Blaue Funken“ zum verwechseln ähnlich.
„Wieso hast du einen Bleistift im Mund ?“ fragt mich der neben mir Pinkelnde im WC-Verlies einer Altstadtkneipe. „Aus Blödsinn“ antwortete ich. Er überlegte kurz. „ Aus Blödsinn ist gut. Wir sind hier in Köln“ entgegnete er durchaus sympathisch. . Dann lud er mich ein. Er zahlte die Klofrau für mich mit. Da wird aus dem Karnevalshit „ Drink doch Eine met“ „ Piss doch Eine met“ Immerhin, das ist doch schonmal was. Diese Jecken strahlen in diesen Tagen eine Art Partybrüderlichkeit aus
Die Redewendung oder Antwort „Aus Blödsinn“ sollte sich an diesem Dosenmontag noch häufiger bewähren. Blödsinn stand offensichtlich tatsächlich gerade sehr hoch im Kurs. Blödsinn ist hier gewissermaßen cool. „Warum hast du einen Bleistift im Mund“ „Aus Blödsinn“, „Warum hast du eine bereits leere Kölschdose immer noch n der Hand ?“ „Aus Blödsinn“, „Warum ist du so viel vom der Kamelle ?“ „Aus Blödsinn“ , Warum hältst du das Glas verkehrt herum ?“ „Aus Blödsinn“, „Warum tanzt du auch ohne Musik ?“ „Aus Blödsinn“ „Warum bist du überhaupt in Köln ?“ „Aus Blödsinn“ . Einer lief als Musterschüler verkleidet mit übergroßen symbolischen Bleistift herum. „Meiner ist kleiner“ brachte ich meinen Bleistift wieder zum Einsatz und hielt ihn zum Vergleich hin. . „Wenigstens gibst du es zu“ meinte ein Umstehender. Dabei war doch „Meiner ist kleiner“ auch nur Blödsinn.
In der Severinstraße der Südstadt abseits des Zuges tanzten am hellerlichten Nachmittags viele buntbemützte Leute auf der Straße, vor in und zwischen den Kneipen. .Selbst vor eine Art Kaffekiosk ist die Stimmung ungekünstelt großartig. Ich versuchte eine Bestellung. Mit “Du kannst dich setzen oder einfach mit uns tanzen“ wurde das Heißgetränk ausgereicht und gleichzeitig teilweise verschüttet. Ich tanzte mit Ihnen. Hier macht die Kölsche Welt tatsächlich Spaß….
Das örtliche Liedgut fängt dann aber irgendwann an sich arg häufig zu wiederholen. Keine Stadt in diesem Land besingt selbst so häufig und romantisierend wie Köln in den tollen Tagen.. . Gefühlt 999 mal hört man z.B. Textzeilen wie „Wir Kölsche sind dem Herrjot jut gelunge“ Sind sie das ? Und wenn ja warum betonen sie das dann so häufig ? Müssen sie sich ständig ihrer selbst vergewissern ? Sie sollten es zum Karneval zumindest dürfen. Und ob die Kölner gut gelungen sind, sollte man besser beurteilen wollen, wenn da alle wieder nüchtern sind…..falls das mal der Fall ist..

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Über die Umständlichkeit des Wortes Entschuldigung

Ich habe mal irgendwo gelesen, eine der größten Vorzüge der deutschen Sprache wäre ihre Anschaulichkeit. Schon allein das Wort Anschaulichkeit selbst, würde dies trefflich veranschaulichen.

Einer ihrer offensichtlichen Nachteile hingegen ist eine gewisse Umständlichkeit. Dass das Wort Umständlichkeit selbst mit vier Silben relativ umständlich ist, mag ja noch naheliegend sein. Ausgesprochen unpraktisch wird es im  Deutschen jedoch, wenn man in einer hektische Alltagssituation kurz sein ehrliches Bedauern über ein kleines Missgeschick  oder ein versehentliches Belästigen, Treten, Rempeln, Schubsen, Verwechseln oder  den Weg Versperren zum Ausdruck bringen möchte. Ein kurzes, charmantes und zweckmäßiges »Sorry«, »Pardon« oder »Scusi« ist im Deutschen nicht vorgesehen. Man muss schon zu einem richtigen ebenfalls viersilbigen »ENT-SCHUL-DI-GUNG« ausholen oder, wenn man sehr höflich sein möchte, sogar zu einem ausführlichen, beinahe flehentlich klingenden  »Entschuldigen Sie bitte!«

Bis der sich Entschuldigende zu Ende gesprochen hat, ist der versehentlich Getretene, Gerempelte, Geschubste oder Belästigte oft längst weitergegangen oder ging zum Gegenangriff über, womit die umständliche Entschuldigung Ihren gut gemeinten Zweck verfehlt. Das ein wenig aus der Mode gekommene Wort »Verzeihung«  kommt mit seinen drei Silben schon vergleichsweise flott daher, braucht aber immer noch länger als die gängige zweisilbige Fremdwortkonkurrenz.                                   Man könnte an der Stelle anführen, dass  es auch andere Sprachen gibt, in denen  das Wort Entschuldigung einen gewissen Artikulationsaufwand einfordert:  wie z. B. das   Polnische  »Przepraszam!«. Immerhin schwingt hier aber der Klang einer geheimnisvollen Zauberformel mit, die der versehentlich Getretene, Gerempelte, Geschubste oder Belästigte unbewusst erfasst und ihn milde gestimmt weiter schlendern lässt.

Durchaus beschleunigend  wirkt wiederum  hierzulande der Rückgriff auf  regionale Kurzformen wie zum Beispiel: »SCHULDSCHUNG !!«, was allerdings sehr wahrscheinlich eben nicht von jedem versehentlich Getretenen, Gerempelten, Geschubsten oder Belästigten verstanden oder gut geheißen wird.  Daher hat es sich in deutschsprachiger Umgebung wohl eingebürgert, von vornherein jede Situation zu vermeiden, in der man in Entschuldigungszwang kommen könnte, bzw. falls doch eine Entschuldigung unausweichlich ist, die Situation, solange es irgendwie geht, einfach zu ignorieren. Das ist wohl einer der Gründe für die weitverbreite uneinsichtige Unfreundlichkeit in unserem Land: Das Wort ENTSCHULDIGUNG  ist einfach viel zu umständlich…..

(veröffentlicht im Kulturmagazin  „DAS MAGAZIN“   Sept.14)

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Über die höchsten Berge Brandenburgs

Im Jahr 2000 ging es aufwärts in Brandenburg und zwar aufwärts durch eine Höhenmessung. Man fand heraus, dass der am Südrand Brandenburgs gelegene Kutschenberg nicht nur 200 m sondern sogar 200,7 m hoch ist und sich damit zum höchsten Berg Brandenburgs aufgeschwungen hat.

Das hat den 200,2 m hohen Hagelberg , der bis dahin diese Krone trug aber die Stimmung verhagelt. Das in dieser stolzen Höhe angebrachte Gipfelkreuz, soll vor Wut gezittert haben. Der ganze Fläming, von verwegenen Bergfreunden auch „Dach Brandenburgs“ genannt, hatte an diesem Bedeutungsabstieg ja dieser Talfahrt schwer zu kauen.

Am Kutschenberg aber , in den sogenannten Kmehlener Bergen nur 5 m von der sächsischen Grenze entfernt gelegen, kannte man kein Pardon und errichtete, sich der neuen alpinen Bedeutung bewusst , auf dem Gipfel ein kleines Betonmonument , auf dem man mit der Aufschrift „Kutschenberg 201 m ü. NN“  auch noch hemmungslos aufgerundet wurde.

Die von Kritikern geäußerte Behauptung , von sächsischer Seite aus wären einfach ein paar Steine rüber gerollt wurden, um die brandenburgische Höhenforschung durcheinander zu wirbeln, wurde von den Kutschenbergern als reine Spekulation zurück gewiesen.

Vom Kutschenberg wiederum blickt man neidvoll auf die Heidehöhe, die mit 201,4 m der eigentlich topografisch höchste  Punkt Brandenburgs ist, sich aber nicht Berg nennen, darf da der Gipfel dieses Hügels – der Heideberg (206,1 m)- sich ebenfalls bereits wenige hundert  Zentimeter außerhalb der Gemarkung Brandenburgs befindet.

Der vierthöchste Gipfel des Märkischen Flachlandes ist der im Muskauer Faltenbogen gelegener Berg mit dem Namen  „Hoher Berg“.  Weshalb  der 183,7 m hohe Berg „Hoher Berg“ heißt ,  darf ungeklärt bleiben..

So gibt es in Brandenburg 3 200er.  In Bayern gibt es dutzende 2000er, in China bzw. Tibet 8 8000er.  Bleibt die tröstliche Erkenntnis dass Brandenburg mit seinen mehr als Tausend Seen  Berge die in die Tausender gehen nun wirklich völlig egal sein können.

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Über „Sitzen ist das neue Rauchen „

Sie sitzen gerade so schön und hören zu, vermutlich weil Sie nicht wissen , wie gefährlich das eigentlich ist……nicht das Zuhören……das Sitzen.  Experten meinen ja dass die meisten von uns viel zu viel, viel zu häufig und viel zu lange sitzen. Wir sitzen auch oft falsch: in falschen Stühlen, mit falscher Körperhaltung….manche sogar im falschen Sessel,  Was internationale Spitzenmediziner  zu der dramatischen Warnung …ja der Parole veranlasst hat  :„Sitzen ist das neue Rauchen“. Klingt ein wenig wie „Liegen ist das neue Trinken“  Aber Hauptsache das hat gesessen und wird irgendwo postuliert.

Andererseits ja auch praktisch., wenn das Sitzen das neue Rauchen ist, brauchen Sie sich gar Keine mehr anzuzünden sondern können mit bloßen da Sitzen die gleiche Schädigungswirkung erzielen. Auch das das Rauchverbot in der Gastronomie wirkt so erst wirklich plausibel: . Zur entspannten Schädigung des Organismus ist qualmen ja gar nicht mehr nötig. Einfach rumsitzen reicht. Und wenn Sie dann auch noch im sitzen raucht,  ja dann rauchen Sie ja gewissermaßen zwei gleichzeitig.

Auch in der Tabakindustrie ist man in heller Aufregung. weil man diesen Trend verschlafen hat und man sich jetzt fragt, ob man auf den Tabakplantagen nicht besser schnell nachwachsendes Holz anbaut….für Sitzmöbel. … Auch die verbliebenen Tabakläden die noch nicht gegangen sind, gehen mit der Zeit und  bieten in ihren Geschäften zunehmend Sitzgelegenheiten an, auch um ehemalige Raucher als Kunden zurück zu gewinnen, denn Sitzen ist ja das neue Rauchen.

Selbst im Bundesfinanzministerium soll man hellhörig geworden sein und eine Arbeitsgruppe eingesetzt haben, die sich mit der Frage beschäftigt  die Tabaksteuer durch eine viel ertragreichere Sitzsteuer zu ersetzen.Dem könnte sich dann auch niemand mehr entsetzen bzw. entziehen.  Kritiker wenden allerdings ein, dass durch eine Sitzsteuer noch mehr Menschen im gehen auf den digitalen Bildschirm blicken……..und damit der gute Vorsatz: „Wenn wir mehr gingen ginge es uns besser“ buchstäblich gegen die Wand geht bzw. läuft. Deshalb soll möglicherweise  digital bedingtes Sitzen, das zu Wachstum und Beschäftigung beiträgt, bei der Steuererklärung begünstigt werden gegenüber analogen unproduktives Sitzen, das dann analog dazu höher besteuert wird.

Stichwort analog. Vor wenigen Tagen erschien ein Buch mit dem Titel : „Analog ist das neue Bio“ . Wenn nun beides stimmt: „Sitzen ist das neue Rauchen“ und „Analog ist das neue Bio“ dann wäre   analoges Sitzen das neue Bio–Rauchen oder je nach Geschmack analoges Rauchen das neue Bio-Sitzen.  .

Aber bleiben Sie ruhig erstmal sitzen. Sitzen hat nämlich auch einiges für sich. Wir können uns im Sitzen nachweislich besser konzentrieren, besser zuhören, besser entspannen …..Und gehen , irgendwo hin gehen, gehen…und das gern im wörtlich Sinn……können Sie ja später immer noch, wenn diese Veranstaltung vorbei ist..

PS: Sie könnten aber selbstverständlich auch im Sitzen nach Hause fahren, mit nichts als Daten als Treibstoff, denn „Data is the new oil“…..Übrigens ist auch „Frühling das neue Heizen“,  die „Dividende der neue Zins“  „, “ Sachsen sind die neuen Schwaben“, „74 ist das neue 24“  und „Hartz 4 ist der neue Privateer“….        Irgendwie ist alles alles und alles ist nichts. Nur neu ist das Alles nicht. Und deshalb geh ich jetzt von der Bühne , setze mich…. und zünde mir keine an..

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Über einen Zauber

In diesem Text geht es um Zauberei  oder vielmehr  oder viel besser um einen Zauber. Einen Zauber den an sich jeder Mensch zaubern kann und das  so ganz ohne eingeübte raffinierte Tricks . Leider haben viele lange nicht mehr gezaubert. Einige sogar, seit dem sie Kind waren, nicht mehr. Oder sie haben es  schlicht vergessen  oder nie verstanden, dass dem tatsächlich eine Form von Zauber innewohnen kann… wenn….ja wenn man einfach mal lächelt, jemanden anlächelt, zulächelt….oder vielleicht auch in sich hinein bzw .der Welt entgegen grient.   Natürlich ist hier kein aufgesetztes sondern ein von tief innen kommendes kurzes Lächeln gemeint. Eins bei dem die Augen mit strahlen und dass den jeweiligen Ort für diesen Moment schöner, eine alltägliche Situation angenehmer macht oder vielleicht auch ein kleines Missverständnis entschärft

In diesem Zustand muss man aber erst einmal sein oder kommen, könnte man einwenden und manchmal gibt es eben einfach nichts zu lachen und damit auch nichts zu lächeln. Man muss sich das Lächeln gewissermaßen leisten können, weil es einem gut geht, scheint eine landläufige Meinung zu sein. Es ist ja auch einfacher Frohsinn zu verströmen, wenn alles supi ist oder man sich das wenigstens gerade einbildet..  Trotzdem lächeln bzw. lachen auf dieser Welt oft die, die buchstäblich nichts zu lachen haben.  Während andere, denen es an kaum was fehlt, chronisch unzufrieden sind.  Möglicherweise weil sie ständig vergleichen oder zu viel Werbung gucken und dann der Idee verfallen, dass ihr Leben eigentlich noch viel reicher, ereignisreicher, schöner, bunter, erfüllter oder cooler seinmüsste. Und dann sind sie unzufrieden. Der hohe  Anspruch an sich selbst lässt Einigen das Gesicht einfrieren. Und  schon sind sie irgendwie entzaubert und wirken mürrisch, verbissen und stumpfsinnig

Auch mit zulächeln ist kein zulächeln im Sinne von zuquatschen gemeint. Zulächeln bis der andere von der überfreundlichen Aggression belästigt schreiend davon läuft wäre gewissermaßen umgekehrt unfreundlich.  Also eher kurz  natürlich,  charmant , gewissermaßen einfach so…..wenn.es sich eben einfach so anbietet.  Und wenn es sich nicht anbietet, weil man die betreffende Person gar nicht kennt und es eigentlich auch überhaupt keinen Grund gibt, irgendein kommunikatives Signal zu senden …..muss man natürlich nicht lächeln…weniger verschlossen wirken ist  ja auch schon mal für was. ….Aber man kann es aber einfach mal so probieren mit anlasslosen Lächeln , wenn man selbst gut drauf ist und man darf gespannt sein, ob das jetzt ignoriert ,, sogar mit einem befremdlichen Blick bestraft oder ob quasi mit gleichem belohnt wird.  Unter Umständen wird man mit der Frage konfrontiert, woher man denn sich kenne. Das ist dann eben schon eine Weile her oder man kennt sich gerade jetzt eben.

Lächeln unterscheidet sich übrigens durchaus vom Lachen. Lachen ist lustiger, kräftiger  und lebendiger. Lachen kann aber auch quasi asozial sein, wenn eine hilflose menschliche Figur ausgelacht wird, wenn Lachen auf Kosten Dritter  geht, die sich nicht wehren können. Der Lächelnde hingegen macht sich höchstens selbst ein wenig lächerlich, dann wenn das Lächeln eine Einbahnstraße bleibt.  Der alltägliche Alltag bietet nebenher bemerkt genug Situationen die nur mit Heiterkeit überhaupt auszuhalten sind. Um was zum Auslachen zu haben, müssen wir nur Behördenpost öffnen,  Werbung wörtlich nehmen oder in den nächsten Supermarkt gehen.  Konkrete Personen müssen wir nicht unbedingt auslachen (Es denn sie haben es sich in besonderer Weise verdient.)

Ein Kabarettist meinte mal das Lächeln ein Vertrauensignal wäre. Ich vermute noch mehr ist es ein Sympathiesignal und zwar das Sympathiesignal schlechthin bzw. gut her ist und bleibt einfach ein kurzes, natürliches Lächeln…..und das kann wirklich manchmal zaubern. .

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Über Uhren und Uhreinwohner

Karl Heinz Müller ist ein deutscher Ureinwohner. Die Pünktlichkeit liegt ihm einfach mental im Blut. Wobei Pünktlichkeit für ihn nicht etwa punktgenaues Erscheinen bedeutet, wie das Wort Pünktlichkeit – das sich von Punkt ableitet –  an sich nahelegt,  sondern stets als etwas zu zeitiges – im Grunde umgedreht unpünktliches Erscheinen –  praktiziert wird. Selbstverständlich hatte er schon als Knabe stets eine Uhr – ursprünglich sogar eine Taschenuhr.

Aber auch die die benachbarte Schweiz hat viele Ureinwohner. Schon die Häufigkeit des Vornamen Urs – wie zum Beispiel Urs Meier, der berühmte Fußballschiedsrichter, der immer urst pünktlich anpfeift  und dem jede Nachspielzeit suspekt ist. Und dann noch die vielen berühmten Uhren, Uhrwerke und Bahnhofsuhren   Ja auch die Eidgenossen sind präzise Zeitgenossen. Zwar drängt sich bei dem für Norddeutsche Ohren etwas behäbig wirkenden Schweizer Akzent der Verdacht auf, die Schweizer seien langsamer als andere.  Aber bei so vielen präzisen Uhren ist das nahezu ausgeschlossen, egal wie das in den Ohren wiederum klingen mag.  Zu schnell sind sie aber vermutlich auch nicht. Zu flotte Schweizer  sind schon deshalb unwahrscheinlich, da die Schweiz als Binnenland eigentlich gar keine Flotte haben kann. Und dann gibt es da auch noch den Kanton Uri – unbestätigten Gerüchten zufolge, soll es dort besonders viele Uhren und Ureinwohner…. aber lassen wir die Schweiz.

Uhrzeitbetonte Uhreinwohner scheinen mindestens in ganz Mitteleuropa verbreitet zu sein. Dass in Graz in Steiermark bezeichnenderweise der Uhrturm die markanteste und einzige überregional bekannte Sehenswürdigkeit ist,  ist nur ein weiteres Beispiel.

Und dann soll es ja tatsächlich noch einige Gegenden auf dieser Welt mit ursprünglichen Ureinwohnern geben: am Amazonas im Dschungel oder in Papua- Neuguinea oder sonst irgendwo.  Aber irgendwie haben die alle keine Uhr…

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Über hässlichen Hass

Das Problem mit dem Hass ist ja unter anderem, dass Hass hässlich macht.                  Man schaue mal ins Gesicht von jemand der gerade hasst:  hässlich …….und bedrohlich auch…..aber vor allem hässlich.                                                             Das Fiese daran ist, dass Hass selbst dann hässlich macht, wenn der Gegenstand des Hasses sich das offensichtlich verdient hat, also der Hass berechtigt scheint. .

Und dann gibt es Leute mit Hasstendenz die sagen:  Wir hassen gar nicht, wir sind nur besorgt.  Umgekehrt gibt es Menschen die verunsichert oder verwirrt sind und denen schnell unterstellt wird: Du hasst ja !…Du hasst  !..…oder du hasst ja, das hasst du nun davon….. oder  Du hasst ja ,.hast du da mal darüber nachgedacht.

Womit wir beim nächsten Problem mit dem Hass sind. Hass denkt gar nicht nach und denkt noch nicht mal dran zu denken. Wenn er einmal ausgebrochen ist der Hass , ist er eine Art widerlicher  Autopilot im Blindflug.  Und was dann passieren kann……ist ja nun wirklich hässlich….

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Alles Bahnhof oder was….?

Es laufen ja mitunter Menschen durch die Straßen, die unvermittelt Verständigungsversuche starten und dabei das dem Menschen an sich gegebene sinnvolle und zweckmäßige Kommunikationsmittel der Sprache  nur sehr bruchstückenhaft zur Anwendung bringen können oder wollen.

Mir kam jetzt mal ein optisch an sich normal wirkender Typ auf der Greifswalder Str.   entgegen , zeigte die Straße entlang und sagte halb im Vorbeigen  zu mir „ Bahnhof ?“

Da habe ich natürlich erst einmal nur Bahnhof verstanden. Ich überlegte kurz, was er wohl meinte und antwortete dann:   „ S ?,  S ?, S ? , S ?…..also S-Bahnhof ?“

„U, U, U, ..U” sagte er nicht sondern schwieg überrascht.

Ein S-Bahnhof war immerhin als einziger der Nähe und es verdient nun mal nicht jeder Bahnhof in Berlin wirklich die Bezeichnung Bahnhof.  Viele sind eben einfach nur S-Bahnhöfe. Mal abgesehen davon dass es natürlich auch U-Bahnhöfe gibt, ja sogar Bus- , Betriebs-, Straßenbahn- , Güter- und weitere Bahnhöfe. Von einigen S-Bahnhöfen wiederum, kann man nur im Kreis bzw. Ring fahren und der „Bahnhof“ Sager wirkte so , als wolle er Berlin so schnell wie möglich wieder verlassen,  da ihn die, mit großstädtischen Verhältnissen einher gehende Differenzierung der Angebote von Öffentlichen Verkehrsmitteln zur Personenbeförderung sprachlich, organisatorisch und stilstisch offensichtlich überforderte. So gesehen suchte er vermutlich einen DB also gewissermaßen einen Bahn-Bahnhof auch Fernbahnhof genannt.

Ich fragte mich, was eigentlich schlimmer ist:  Nur Bahnhof verstehen oder nur Bahnhof sagen. „ Wer Bahnhof nicht versteht kommt nicht an.“  habe ich mal in einem Bahnhof von einem Schaffner also Bahnmitarbeiter gehört. Was allerdings nur für Bahnreisende gilt und  als solcher kommt man ja auch so oft nicht an.

Und ob der nur  Bahnhof – Sager angekommen ist, bleibt sein Betriebsgeheimnis oder das der Deutschen Bahn AG. Immerhin ging er in Richtung des nächsten S-Bahnhofs wortlos  davon.

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Über das komische Wort „Komisch“

In der Deutschen Sprache gibt es ja – wie in vielen Sprachen – viele Wörter, es gibt auch viele komische Wörter, wie zum Beispiel Kinkerlitzchen  oder  Firlefanz oder Tippeltappeltour oder Rumpelstichen oder Hubschrauberluftlandebruchpilot oder  Staubsaugerfiltertütenendverbraucheranwendungshinweis  oder Quereinsteigerquergedankendenker…… Gut das Letzte war ich jetzt ein wenig konstruiert,  Ist aber in dieser unserer Sprache denkbar und was denkbar ist, ist ja philosophisch gesehen auch machbar. Trotzdem gibt es tatsächlich viele komische Wörter. Selbst das Wort komisch ist komisch.  Komisch kann ja bedeuten: lustig, spaßig, erheiternd also auf freiwillige oder unfreiwillige Komik hinweisend. Komisch sagt man aber auch wenn irgendetwas gar nicht lustig ist, sondern eigenartig, seltsam, befremdlich , verdächtig…..“Also mit dem Ulf – Dieter letztens, da war irgendwas komisch.“    Oder wenn man einfach nicht versteht, was da schon wieder Komisches passiert ist:  „ Irgendwie war da was komisch“

Komisch wird es nur, wenn man nicht weiß, welches Komisch nun gerade gemeint ist. Jemand guckt zum Beispiel komisch, also man weiß gerade nicht wieso, man kann es nicht zuordnen. Lacht dieser Mensch einen an oder aus oder ist er  komisch und lacht in sich hinein und das  hat gar nichts mit einem selbst zu tun. „Was guckst du so komisch ?“ hört man sich plötzlich sagen.  Worauf der komisch Guckende noch komischer guckt, da er vielleicht nicht weiß,  ob das jetzt lustig oder ernst gemeint war, was er seinerseits seltsam findet. Komisch auch, dass genau in diesem Moment die Kellnerin ein Tablet fallen lässt und  draußen ein Blitz einschlägt, womit die komische Situation schlagartig aufgelöst und durch eine andere komische Situation ersetzt wird.. Oder man lacht selbst in sich hinein, weil man irgendeinen Gedanken komisch findet und muss sich anhören, dass man irgendwie komisch geworden ist, Vermutlich weil Mitmenschen dieser selbstbezogene Humor verborgen bleibt  Komisch also das Menschen Komik, die für sie nicht komisch ist  irgendwie komisch finden.

Komisch auch dass dieser Text unvermittelt aufhört, obwohl man noch vieles beschreiben könnte, was so oder so oder irgendwie komisch ist…….

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Über Fehler und  Fehlerkategorien

Menschen – also wir alle – machen ja bekanntlich auch viele Fehler. Und daher gibt es wohl auch viele Formen von Fehlern oder Fehlerkategorien. Es gibt sogar sogenannte Kategorienfehler.  Laut Wikipedia soll dies ein sprachlich und inhaltlich unlogischer Satz sein wie z.B.   „Sokrates war eine Tomate“ z.B. Während die Behauptung „Sokrates war ein bedeutender Musiker“  vermutlich eine Falschbehauptung ist, aber kein Kategorienfehler, da er dies immerhin  prinzipiell auch dies gewesen sein könnte.  Laut dem Soziologen und Philosophen Niklas Luhmann ist ein Kategorienfehler, wenn  jemand „ versucht Pellkartoffeln anzubauen.“  Ich persönlich hätte ja gedacht ein Kategorienfehler wäre, wenn jemand versucht Äpfel mit Birnen zu vergleichen oder Fußball mit Handball oder juristische Raffinessen mit Gerechtigkeitsempfinden gleichsetzt oder subjektiv und objektiv für das selbe hält oder verkennt dass das selbe wiederum nicht unbedingt  das gleiche ist.

Wenn Philosophen ein wenig daneben philosophieren sollten,  ist dies möglicherweise auch nicht so schlimm,  denn „ Religiöse Fehler sind gefährlich, philosophische nur lächerlich“  befand  der schottische Aufklärer und Philosoph David Hume im 18. Jahrhundert.  Vielleicht um sich selbst als Philosophen eine gewisse Großzügigkeit beim Fehler machen einzuräumen. Für viele Atheisten und Agnostiker  wiederum, ist  die Religion selbst  ein Fehler an sich. Zumindest religiöser Wahnsinn ist es ganz offensichtlich. Mir scheint immer dann, wenn Menschen der Meinung sind eine Art  finale Wahrheit, eine endgültige Erlösung von allem Übel in einer extremen religiösen Auslegung oder einer quasi religiösen Ideologie gefunden zu haben.  zu deren Durchsetzung jedes Mittel recht ist, immer dann wird es allgemein lebensgefährlich.  Zumindest für alle die das erkennbar für einen Fehler halten. .

Aber zurück zu eher netten oder skurrilen Fehlern. Letztens sprach ein Vertreter der Recycling – Branche in einer Radiodiskussion von einem „intelligenten Fehlwurf“, der dann der Fall ist, wenn sogenannter „stoffgleicher Restmüll“ in die gelbe Tonne geworfen wird. Also wenn da was reingeworfen wird,  gleichzeitig  da nicht rein und trotzdem da rein gehört.  Ein ausgedienter Seifenhalter z.B. der aus dem gleichen Plastik besteht, wie die ausgediente Shampoo Flasche und genauso  recycelt werden könnte, aber keinen Grünen Punkt aufweist, für den man an der Supermarktkasse mit bezahlt hat.. Steht man also mit einem ausgedienten Seifenhalter oder Plastikeimerchen vor der Auswahl der Entsorgungstonnen,  macht man so oder so einen Fehler,  da man entweder nicht recycelt oder formell unkorrekt die gelbe Tonne nutzt. Der Fehler scheint hier in Details der Gesetzgebung zu liegen. Man könnte beinahe sagen, nicht der Teufel …der Fehler steckt im Detail.   .

Es gibt aber natürlich auch grundsätzliche Fehler. Zum Beispiel grundlos Geld zu überweisen oder  die Wohnung ohne Schlüssel zu verlassen und nirgends einen Zweitschlüssel hinterlegt zu haben. Fehler die nicht passieren dürfen und doch passieren. .

Oder Kunstfehler. Wobei Kunstfehler in der Medizin wesentlich bedrohlicher wirken als Kunstfehler in der Kunst. Obwohl ja Kunst , wenn sie einem inneren Impuls folgt, nur mehr oder weniger kreativ ist und nicht falsch. So gesehen ist der Begriff Kunstfehler ein Fehler.

Denkfehler, Wahrnehmungsfehler, Folgefehler, Systemfehler,  Programmierfehler, Übersetzungsfehler, Übertragungsfehler, Rechtschreibfehler…..an Fehlern und Fehlerkategorien fehlt es nicht ….auch wenn der Fehler oft darin besteht, dass etwas fehlt.

Sollte dieser unvollständige Text wesentliche Fehler enthalten, lass ich mich am Anschluss an diesen Vortrag gern korrigieren.  Denn eine gewisse Fehlerfreundlichkeit und – das ist ja Binsenweisheit:   Lernfähigkeit  aus Fehlern  – haben wir wohl  nötig, bei all den Fehlern, die weiterhin passieren werden. .

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Über Obstbrand und Gemüsegeist

Ich weiß ja nicht ob das Publikum es weiß (falls Freunde von fruchtigen Spiritualitäten  anwesend sein sollten) . Ich weiß es ja auch erst seit ich mal zufällig einem Fachgespräch im Radio lauschen durfte.

Es gibt einen Unterschied zwischen Brand und Geist. Also nicht dass der Geist in Brand ist , was ja hin und wieder bei Menschen vorkommen soll und auch nicht dass ein Brand auf einen Geist zurückzuführen wäre.

Nein es geht um z.B. Apfelbrand und Himbeergeist.  Gut man könnte sagen: Es geht einfach irgendwie um so Schnaps mit irgendwelchen ….Fruchtzeugs.  Warum nicht einfach drauf los saufen, würde ein Alkoholiker vielleicht hinzufügen.

Aber so ist das nicht gemeint, meint zumindest „ Brandmeister“ Schenk (Berufsbezeichnung und Name nicht geändert.)  Ein Brand ist in diesem Zusammenhang ein Brand , wenn der fruchteigene Fruchtzucker gebrannt wird und damit der Alkoholgehalt  der Spirituose  quasi aus dem eigenen Saft entsteht………wie z.B. beim Weinbrand auch                                                                               Während andererseits bei einem Geist der Saft mit Fremdalkohol destilliert wird. Dann wird der Geist gewissermaßen von außen eingehaucht. Was überhaupt nicht geistlos ist, da z.B. die arme Himbeere überhaupt nicht genug Fruchtzucker aufweist, um mit sich selbst gebrannt werden zu können, also auf Hilfe von außen angewiesen ist, wenn aus der Himbeere doch noch ein richtiger Schnaps werden soll,, wenn sie mal groß ist.                                                                                                                                Das kann deswegen trotzdem gut schmecken, meint jedenfalls Brandmeister Schenk. Sowohl Brände als auch Geiste können in Geschmacksnuancen ein Hochgenuss sein, wenn z.B. die gebrannten Äpfel tatsächlich von einer Streuobstwiese stammen oder die Beeren aus naturnahen Wäldern. Was ein wenig  nach Bio-Alkoholismus  aus natürlicher Bodenhaltung.klingt

Geister die man noch rufen kann sind z.B. Brombeergeist, Holundergeist, Haselnussgeist, Hagebuttengeist, Schlehengeist, Vogelbeergeist, Karottengeist und Schwarzer Johinnisbeergeist. Besonders Letzterer deutet namentlich allerdings auf einen eher düsteren Rausch hin..

Der Frage ab wie viel Brand oder Geist mit Geistlosigkeit oder neuronalen Schädigungen der Beteiligten zu rechnen ist, wich Brandmeister Schenk dann auch aus.

Daher eine Warnung muss man bei allem Genuss leider auch mit auf den Weg geben:   Und wenn man am nächsten Tag einen Brand hat. Irgendein Geist war es garantiert nicht.

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Supertiefst im Superlativ

In einer dankenden und werbenden E-Mail eines namhaften Unternehmens, dessen  Kompetenz  und Zuverlässigkeit eigentlich gar nicht in Frage steht, hieß es letztens wörtlich „ Wir freuen uns über Hinweise und anregende Kritik, um unseren Service für Sie noch optimaler gestalten zu können.“  „……noch optimaler“  verblüffte mich dann doch, da ich altmodischerweise der Ansicht bin, dass man optimal gar nicht mehr steigern kann, genauso wenig wie z.B. perfekt. Wenn unter bestimmen Voraussetzungen die Dinge so organisiert sind, dass das bestmöglichste Ergebnis – das Optimum –  dabei erreicht wird, dann ist das doch ptimal.

Im permanenten Kampf um die Aufmerksamkeit der noch zahlungsfähigen Bevölkerungsschichten ist das aber  einigen Werbestrategen wohl entschieden zu lasch bzw. man würde indirekt zugeben, dass man eben nicht optimal ist.                                                              Deshalb mein Vorschlag: „ Wie wärs mit optimal mal optimaler ist gleich am optimalsten…… Man male sich das mal aus. Also meine nächste Erfindung wird mindestens hyper – ultra – perfektest – optimalst, was umso erstaunlicher ist, als es meine Erste sein wird. Aber sicherlich werde ich bestimmt bald von einer megamaximal -quantensprung –  optimalstperfektesten Konstruktion überholt. Noch besser wäre es allerdings wenn es gelänge einen komplizierten aber nützlichen Ablauf optimal zu perfektionieren. Das wäre einfach genial.

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…..weiteres dürfte folgen……